Interessante Innovation

1. September 2011, 10:25 von Heinz

Beim „Production Printing Summit“  von Océ in Poing habe ich etwas entdeckt, was sich als interessante Verbindung zwischen Druck und der Onlinewelt entwickeln kann: der Océ Phantom Code.

Mit dieser Technologie kann man einen sichtbaren – oder wenn gewünscht unsichtbaren – Punktcode in (beinahe) beliebige Bildinhalte eines Druckproduktes platzieren und mit einem einfachen USB-Lesegerät wieder auslesen.

Mit dem Code kann man die Verbindung von „print to web“ also von der Drucksache zur Webpräsenz ähnlich wie bei EAN oder QR-Code effektiv realisieren. Die Vorteile des Phantom Code:  er ist unsichtbar, erfordert sehr wenig Platz und die Lesegeräte sind sehr günstig.

Hier sind nun vielfältige Anwendungsfälle denkbar. Von weiterführenden Informationen im Internet aus Produktkatalogen oder Reisebroschüren bis hin zum Verpackungsdruck von Arzneimitteln. Oder im Bereich von Schulungsunterlagen und Lehrmaterialien. Äußerst interessant ist die Anwendung des Codes in unsichtbarer Form, um die Dokumentenechtheit zu prüfen.

Mit dem Océ Phantom Code kann ein Verlag oder Produkthersteller einen klaren Mehrwert für seine Kunden generieren.

Wachstumsmarkt Digitaldruck

24. August 2011, 13:48 von Heinz

In der Ausgabe 1-11 der Schweizer Fachzeitschrift für Publishing und Digitaldruck “Publisher” erörtert der Autor Kurt K. Wolf einige Aspekte des Digitaldrucks als Wachstumsmarkt. Der Artikel ist unter diesem Link erreichbar.

Strategie ist wichtig – aber die Umsetzung zählt.

12. August 2011, 9:43 von Arno

Strategie ist wichtig – aber die Umsetzung zählt.

Sehen wir auf unsere Erfahrungen, so erkennen wir gerade im Mittelstand drei Unternehmenstypen in Bezug auf die Strategie:

  1. bei einer geringen Anzahl wurde die Strategie formuliert und ist im Unternehmen bekannt
  2. bei einer größeren Anzahl ist keine Strategie erkennbar, das „Tagesgeschäft“ bestimmt
  3. bei der Mehrheit wird das Unternehmen von einer Persönlichkeit geführt, die eine Strategie im Kopf hat, diese jedoch nicht in kommunizierbarer Form vorliegt

Die dritte Gruppe ist durchaus interessant und oft erfolgreich.
Wenn der Unternehmer hinter seiner Strategie steht, sorgt er auch für die Umsetzung.
Dies gelingt jedoch nur bis zu einer bestimmten Unternehmensgröße.

Richten wir den Blick auf diejenigen, die einen Strategieentwicklungsprozess anwenden, so erkennen wir eine große Herausforderung, die nicht während, sondern nach der Strategieentwicklung entsteht: Die Umsetzung der vereinbarten Ziele und Projekte.

Leider ist es hier nicht mit der Visions- und Strategieformulierung getan. Als Berater schmerzt es oft, wie engagiert das Managementteam bei der Entwicklung von Strategien und dem Definieren von Projekten zur Strategieumsetzung ist und dann, nach den Workshops, im Tagesgeschäft diese Strategie kaum oder sogar gar nicht berücksichtigt, ja sogar total ad absurdum geführt wird.

Woran liegt solch ein scheinbar unlogisches Vorgehen?

Unserer Erfahrung nach vor allem deshalb, weil der Unternehmer und / oder das Management nicht wirklich hinter der Strategie stehen oder nicht wissen, wie man das Unternehmen in die strategische Richtung lenkt.

Die typischen Probleme bei der Strategieumsetzung:

  • Das „Strategiepapier“ bleibt ein großes „Geheimnis“ des Managements und wird nicht kommuniziert – nur „wichtige“ Leute kennen es
  • Die Strategie wird gut kommuniziert, ab dem nächsten Tag regiert wieder das Tagesgeschäft und keiner kümmert sich um die Strategie. Nach zwei Wochen haben es alle Mitarbeiter vergessen
  • Die vereinbarten Projekte stehen fest, mit Verantwortlichen und Zielen. Die personellen und materiellen Ressourcen für diese Projekte werden jedoch nicht gestellt
  • Kein Mensch misst die vereinbarten Erfolgsindikatoren

Die entscheidende Frage ist also:

Wie kann das Thema Strategieumsetzung in meinem Unternehmen zum „Tagesgeschäft“ werden?

Unsere Empfehlungen:

  1. Top Management Attention – Der Unternehmer muss immer hinter der Strategie stehen und diese in Besprechungen und Veranstaltungen immer erwähnen und zeigen
  2. Klare Ziele – klare und messbare Ziele müssen Bestandteil der Strategie sein
  3. Kommunikation – das Vereinbarte muss an alle Beteiligten offen, „aggressiv“ und wiederholt kommuniziert werden. Hier braucht man gute, klare Kommunikationshilfsmittel
  4. Mittleres Management – das mittlere Management ist zu überzeugen und zu gewinnen.
  5. Der Programmmanager – jemand mit weitgehenden Befugnissen und einem direkten Draht zum Top-Management muss sich um die Zielerreichung und das Vorangehen der verschiedenen Projekte kümmern
  6. Ressourcen – es sind entsprechende Ressourcen für die strategischen Projekte freizustellen
  7. Boni-Systeme – müssen in Einklang mit den strategischen Zielen gebracht werden
  8. Die speziellen Strategien – sollten in regelmäßigen Abständen an die neuen Bedingungen und Erfahrungen angepasst werden

Bei der Strategieumsetzung geht es oft darum, die eingeführten Gewohnheiten und Denkmuster zu ändern. Dies erfordert viel Konsequenz und Disziplin. Ohne diese Attribute bleibt das Strategiepapier „Schrankware“.

Produktinformationsmanagement und Publikationsmanagement – Chance oder Gefahr?

29. Juli 2011, 9:47 von Heinz

Immer mehr Firmen erkennen die Notwendigkeit, Produktinformationsmanagement (kurz PIM) zu betreiben, also das Management aller produktrelevanten Informationen wie technischer Daten, werblicher/marketingrelevanter Inhalte und dazugehöriger Assets (Bilder, Zeichnungen, Icons).

Ein Hauptbestandteil des Produktinformationsmanagement ist das Publikationsmanagement, um die Produktdaten in Form von werblichen Publikationen wie Katalogen, Imagefoldern, Prospekten und Produktbroschüren einheitlich zu gestalten und für die Produktion auf verschiedensten Ausgabemedien zur Verfügung zu stellen.

In den meisten Fällen werden diese Publikationen in höheren Auflagen im Offset produziert und in ein Lager gelegt. Kunden mit hoher Produktvielfalt und häufigen  Änderungen der Produktmerkmale (z.B. im Maschinenbau) haben hier das Problem einer hohen Verwurfrate, verbunden mit den Aktualisierungskosten für die geänderten Publikationen.

Die Kunden suchen nach Möglichkeiten auch hier Kosten einzusparen. Eine Möglichkeit besteht darin, die Publikationen nicht mehr zu drucken, sondern dem Endkunden online zur Verfügung zu stellen. Druckkosten können auch eingespart werden, indem niedrigere Auflagen on demand bedarfsgerecht auf Digitaldrucksystemen produziert werden. Das Offset-Druckvolumen wird also in diesem Bereich unaufhaltsam weiter abnehmen.

Was kann der Offsetdrucker dagegen tun? Die Preise weiter senken? Die Qualität des Offsetdrucks nach vorne stellen? Oder sich doch eine Digitaldruckmaschine kaufen?

Die Einführung des Produktinformationsmanagement beim Kunden erfordert umfangreiches Change Management: die Produktdatenstrukturen müssen geändert werden, die Publikationen sind auf  Trennung von Inhalt und Layout zu untersuchen, neue Prozesse und neue Systeme wie z.B. Publikationsmanagement-Software müssen eingeführt werden.

Eine Möglichkeit für Druckdienstleister ist aktiv auf seine Kunden zugehen, ihnen die neuen Möglichkeiten aufzeigen, sie  in Bezug auf ihre Druckprodukte und Druckprozesse beraten und sich in die Prozesse der Kunden einzubringen, so bleibt die Partnerschaft mit dem Kunden erhalten und neue Geschäftsfelder können erschlossen werden.

Das ist auch beim Druckdienstleister nicht von heute auf morgen zu realisieren, es erfordert eine genaue Analyse und einen Plan für die Anpassung auf die neuen Geschäftsfelder.

Die Druckindustrie, ihre Zukunft und die Strategie des einzelnen Unternehmens

13. Juli 2011, 16:11 von YUBU

Hat die Druckindustrie eine Zukunft?

Muss man sich überhaupt damit beschäftigen?

Das sind Fragen, die zwar provokativ klingen, die jedoch mehr oder weniger offen von allen in und mit der Druckindustrie Beschäftigten ausgesprochen werden. In einer offiziellen Veranstaltung des Print Clusters Bayern vor etwa einem Jahr wurde dafür Herr Prof. Dueck (IBM-Stratege) eingeladen, um allen auf sehr unterhaltsame Art und Weise zu erläutern, wie sie in den nächsten Jahren untergehen werden. In einem kürzlich stattfindenden Gespräch mit einem jungen, erfolgreichen Geschäftsführer einer klassischen Druckerei, sah dieser die Notwendigkeit, uns zu erklären, warum er als junger Mensch eine Druckerei übernimmt. Im Gespräch mit Verbandsleuten ist es nicht anders. In einer unlängst von Intergraph im Auftrag der europäischen Union publizierten Studie ist eines der Hauptthemen „wie wickle ich mein Unternehmen sozialverträglich ab“!

Ist so viel Pessimismus angebracht?

Muss jeder Druckdienstleister um seine Existenz fürchten?

Wenn man die statistischen Zahlen und Trends über die letzten Jahre studiert (Druckvolumen, Druckkapazitäten, Anzahl der Beschäftigten, Werbeausgaben, etc.), wird man durchaus sehr viele Gründe für Pessimismus entdecken.

Sieht man jedoch einzelne, florierende und erfolgreiche Betriebe – sowohl mit klassischen Druckprodukten als auch solche, die sich stark diversifiziert haben, so muss man feststellen: wenn man es richtig macht, so ist auch in der Druckindustrie für den einzelnen Betrieb eine Zukunft nicht nur möglich sondern sehr attraktiv!

Was ist der Schlüssel? Wie kann sich ein Druckbetrieb weiterentwickeln?

Die Antwort gibt die bereits erwähnte, von vielen kritisierte Intergraph-Studie. Der einzelne Betrieb muss sich mit den Themen Vision, Strategie und Kundenperspektive auseinandersetzen! Hierzu liefert die Studie sogar einen Toolkit.

So weit so gut. Die Aussage kennen wir wahrscheinlich alle!

Die Fragen sind nun:

Warum tun es die meisten Druckbetriebe nicht?

Was hält sie davon ab, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen?

Warum gibt man Millionen für neue Druckmaschinen aus (obwohl alle wissen, dass es Überkapazitäten gibt) und beschäftigt sich nicht mit den grundlegenden Fragen?

Warum bringt man nicht die eigenen Ideen aufs Papier und führt diese konsequent durch?

Wer sich diese Fragen stellt ist schon ein ganzes Stück weiter. Diese Erkenntnis ist die Voraussetzung, um eine Strategie zu finden und diese zu verfolgen (eine der grundlegenden Empfehlungen der Intergraph Studie). Der Rest ist Handwerk. Berater-Handwerk. Mit den richtigen Methoden und Werkzeugen lässt sich die Strategie aufschreiben, in konkrete Projekte umsetzen und vor allen Dingen: konsequent verfolgen. Das ist bestimmt nicht die Lösung aller Herausforderungen, aber die Voraussetzung, um diese anzugehen.

Deshalb ist die zentrale Frage:

Wie bringen wir die Betriebe der Druckindustrie dazu, diese Fragen zu stellen?

Eine einheitliche Lösung für alle Betriebe wird man nicht finden. Gerade bei der existierenden Struktur der Druckindustrie ist die Kreativität jedes Einzelnen gefragt.

JDF – irgendwie klappt es nicht!

21. Juni 2011, 13:07 von Heinz

Seit mehr als 10 Jahren gibt es nun das von der CIP4-Organisation (Cooperation for the Integration of Processes in Prepress, Press, and Postpress) ins Leben gerufene „Job Definition Format“. Doch die Zahl der Betriebe, die JDF benutzen ist noch sehr gering. Man geht von ca. 200 Installationen in Deutschland und ca. 1.000 weltweit aus (allein in Deutschland gibt es ca. 10.000 Betriebe in der Druckindustrie).

JDF ist, vereinfacht ausgedrückt, die Spezifikation für ein Datenaustauschformat auf XML-Basis um ein digitales Jobticket für Druckaufträge einzusetzen. Mit dem Ziel:

  • der verstärkten Automatisierung,
  • der Fehlervermeidung durch digitale Informationen,
  • der Erfassung auftragsrelevanter Daten vom Beginn bis Ende eines Auftrages,
  • der genauen Beschreibung des Endproduktes

Eigentlich genau das, was wir in der Druckindustrie brauchen!

Doch wo könnten die Gründe für die mangelnde Akzeptanz liegen? Als erstes kann man hier die hohe Komplexität von JDF in der Spezifikation und Umsetzung nennen. Allein das Spezifikationsdokument der Version 1.4a hat fast 1.200 Seiten Umfang! Die Einführung von JDF erfordert eine grundlegende Veränderung der Organisation und der Arbeitsabläufe in der Druckerei, alle relevanten Prozesse müssen definiert und im neuen Workflow abgebildet werden. Des Weiteren sind JDF-fähige Komponenten notwendig und müssen in den meisten Fällen neu angeschafft werden.

Im Zeichen hohen Ertragsdrucks und mangelnder Personalressourcen sind die wenigsten Entscheider bereit, auf Basis dieser Grundlagen JDF in ihrem Betrieb einzuführen.

Was muss sich ändern/besser werden?

  • Die Dokumentation muss übersichtlicher, einfacher und lesbarer werden
  • Mehr Success-Stories in den Markt bringen
  • Einfachere technische Implementierung

Hier sind die CIP4-Organisation und die Hersteller gefragt, JDF für die Anwender in der Druckindustrie nach vorne zu bringen.

Online-Strategie – Was verstehen wir darunter?

27. Mai 2011, 13:07 von YUBU

Strategie ist laut dem Gabler-Wirtschaftslexikon „die grundsätzliche, langfristige Verhaltensweise (Maßnahmenkombination) der Unternehmung und relevanter Teilbereiche gegenüber ihrer Umwelt zur Verwirklichung der langfristigen Ziele.“

Was ist dann eine Online-Strategie?

Wir verstehen als Online-Strategie die Kombination von langfristigen Maßnahmen im Online-Bereich (Internet, inkl. Social Networks) die ein Unternehmen zur Verwirklichung der langfristigen Ziele benötigt.

Um eine Online-Strategie richtig zu definieren benötigen wir also langfristige unternehmerische Ziele und müssen in diesem sehr kurzfristig denkenden und handelnden Bereich langfristige Maßnahmen beschließen – kein einfaches Unternehmen.

Unsere Erfahrung zeigt uns hier: Gute Unternehmer haben klare Ziele, diese sind aber hauptsächlich in den Köpfen der Manager bzw. Inhaber der Unternehmen und müssen erst verständlich für die ganze Belegschaft aufs Papier gebracht werden. Erst dann kann man mit der Formulierung von langfristigen Online-Maßnahmen beginnen.

Besteht bereits eine formulierte Strategie, die die einzelnen Bereiche für Wachstum und Produktivitätssteigerung beinhaltet, dann ist eine Adaption auf die Online-Mechanismen gut zu vollziehen.

Das bedeutet: Bevor man sich Gedanken macht, ob Social Media wichtig ist, ob ein Webshop mehr Umsatz bringt oder weshalb der Mitbewerber bei der Suche im Internet vor einem steht, sollte die allgemeine Vision und Strategie des Unternehmens formuliert sein.

Wir haben in 2010 die Online-Strategie für ein weltweit agierendes Unternehmen erarbeitet, das seine Produkte über ein Händlernetzwerk bzw. Distributoren und direkt an Industriekunden vertreibt.

Unter Anwendung der Balanced Scorecard wurden die speziellen Strategien mit dem Ziel entworfen, den Online-Umsatz zu steigern. Alles unter strenger Berücksichtigung, dem Einzelhändler hierbei nicht zu schaden.

Wir konnten hier feststellen: Um erfolgreich die Unternehmensstrategie im Online-Bereich umzusetzen muss man in allen Disziplinen im Unternehmen Änderungen vornehmen. Die Prozesse in der Produktentwicklung, in der Logistik, im Marketing und im Vertrieb sind alle betroffen und müssen adaptiert werden.

Wenn wir von konkreten langfristigen Maßnahmen sprechen, so stellt die richtige Pflege der Unternehmensdaten (Produkteigenschaften, Bild- und Filmmaterial, Kundendaten, …) eines der wichtigsten Fundamente für langfristiges Handeln dar. Die verschiedenen Systeme und Frontends wechseln ständig, die Daten haben aber eine hohe Beständigkeit. Deshalb ist ein gut gepflegtes Content Management System (CMS) – und die Prozesse, wie mit Inhalten umgegangen wird – ein zentrales Handlungsfeld in Rahmen einer Online-Strategie.

Weitere wichtige zu berücksichtigende Handlungsfelder sind die Verhinderung des Preisverfalls im Netz, die Kommunikation mit dem Endkunden, der Schutz des bestehenden Händlernetzwerks bei gleichzeitigen weiteren Netzangeboten, die Einhaltung des „Corporate Designs“ bei allen Plattformen sowie das Wording in Artikeln und Texten, um in Netz von Suchmaschinen gefunden zu werden.

Unser Fazit: Langfristiges Handeln ist auch im schnelllebigen Online-Bereich nicht nur möglich sondern eine Erfolgsvoraussetzung für die gesamte Strategie. Prozesse und Menschen kann man nur langfristig beeinflussen und nur wenn man diese nachhaltig ändert kann man im Online-Bereich erfolgreich sein.

Beratungsleistung als Kernkompetenz entwickeln

29. März 2011, 10:43 von Rainer

Wenn ein Unternehmen sich entscheidet, seine Kernkompetenz nicht mehr nur zur Erstellung der eigenen Produkte zu nutzen, sondern zusätzlich seine Kunden zu beraten, so hat dies meist mehr Konsequenzen als erwartet. Das liegt daran, dass sich Beratung oft anders verkauft als ein klassisches Produkt. Zudem sind die Anforderungen an Beratung meist nicht sofort klar definiert.

Um Beratung als neues Geschäftsmodell einzuführen sind, neben der fachlichen Qualifikation, auch die Umgebungsbedingungen innerhalb des Unternehmens zu schaffen. Denn der klassische und hinreichend beschriebene  Verlauf  im Projektgeschäft von Interesse, Analyse, Design, Realisierung und Betreuung muss in der Organisation durch entsprechende Prozesse, Rollen und Verantwortlichkeiten bedient werden.

Vom 14.3. bis 16.3. führten wir dazu eine Schulung für ein Unternehmen der Technischen Dokumentation durch, mit dem Ziel, dass technische Redakteure künftig als Consultants agieren können.

Der Schwerpunkt der Schulung lag darin, im Interview mit dem Kunden die Anforderungen an Arbeitsweisen und IT-Systeme zu analysieren, um dann ein Lösungskonzept zu erstellen und fallweise auch zu realisieren.
Innerhalb dieser dreitägigen Schulung behandelten wir hauptsächlich

  • die Vorgehensweise im Beratungs- / Projektgeschäft,
  • Strukturierte Analyse,
  • Prozessanalyse bzw. Ereignis- Ergebnisanalyse

und streiften

  • Moderation und Präsentation,
  • Entity Relationship Modellierung,
  • Strukturiertes Design,
  • Schätzen,
  • die Verwendung von Vorlagen

Mit diesen Themen könnten sich die künftigen Consultants  sicher mehrere Wochen von einer Schulung in die nächste begeben. Unserer Meinung nach ist das nicht zielführend. Unser Ausbildungskonzept sieht die Mischung von kurzen Schulungen und Coaching in reellen Kundenprojekten vor.  Damit senkt man natürlich einerseits die Schulungskosten, andererseits (was viel wichtiger ist) erreicht man eine Umsetzung des Gelernten direkt in den Projekten und somit eine langfristige Schulungswirkung.

Wir danken den Teilnehmern für das hervorragende Feedback und die tollen Bewertungen, die uns in unserer Arbeit und Überzeugungen bestärken.

Durchschnittliche Schulungsbewertung

Änderung der Mediennutzung

22. Februar 2011, 12:35 von Rainer

Das Wachstum im Netz scheint die meisten anderen Medien auch in der Gunst der Nutzer zumindest bisher nicht zu verdrängen. Während das Fernsehen seine Nutzungsdauer in den vergangenen acht Jahren sogar um 9 Prozent auf 206 Minuten am Tag ausgebaut hat, hat das Radio und die Printmedien in diesem Zeitraum verloren haben. Unter den Printmedien scheinen die Zeitschriften die großen Verlierer des Medienwandels zu sein, da sie fast die Hälfte ihrer täglichen Nutzungsdauer auf nur noch 9 Minuten am Tag eingebüßt haben, während mit der Zeitungslektüre noch 18 statt vorher 24 Minuten am Tag verbracht werden.

Die Aufteilung des auf 9 Stunden täglich gewachsenen Medienbudgets sieht das Fernsehen mit einem Anteil von 39 Prozent und das Radio mit 23 Prozent weiterhin an den ersten beiden Stellen, allerdings mit schrumpfendem Vorsprung vor dem Internet. Das Buch hat noch einen Anteil von 6 Prozent an der täglichen Medienzeit. Auf Computer- und Videospiele entfallen heute 5 Prozent, gefolgt von Zeitungen und Videos mit jeweils 4 Prozent und Zeitschriften mit nur noch 2 Prozent.  Die Perspektive für die Zeitschriften scheint besonders düster zu sein, denn 44 Prozent erwarten einen weiter fallenden Stellenwert der Zeitschrift im Media-Mix. Damit liegt die Zeitschrift am Ende der Skala, die klar vom Internet angeführt wird.

Quelle: Allensbach

Trainingsangebot: Strategieentwicklung für Druckdienstleister

14. Februar 2011, 15:52 von Arno

Strategieentwicklung für Druckdienstleister

Pragmatische Vorgehensweise von der Vision bis zur konkreten Umsetzung.

Zielgruppe

Inhaber, Geschäftsführer und leitende Angestellte mittelständischer Druckdienstleister in Nordbayern.

Vorraussetzungen

Strategische Entscheidungskompetenz im Unternehmen.Bedarf nach strategischer Ausrichtung (z.B. bei veränderten Marktbedingungen, Unternehmenswachstum).Die Überzeugung, dass eine systematische Vorgehensweise das Unternehmen weiter bringt.

Seminarziele

Sie haben als Unternehmer ihre Firma erfolgreich gegründet und aufgebaut. Marktveränderungen und/oder das Wachstum Ihres Betriebes fordern jedoch eine systematische und zielgerichtete Anpassung. Dieses Seminar vermittelt Ihnen die theoretischen und praktischen Grundlagen um diese Veränderungen gemeinsam mit Ihrer Belegschaft durchzuführen.

Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der schnellen Umsetzung bei Druckdienstleistern.

Sie erhalten einen Überblick über praxisorientierte Methoden zur Strategieentwicklung, Prozess- und Anforderungsanalyse.

Sie sind in der Lage, die eigene Strategie zu entwickeln, diese nachhaltig durchzuführen, sie nach zu verfolgen und zu kommunizieren.

Ablauf

Vision (4 h)
Was ist eine Vision und wie kann diese entwickelt werden? mit Beispielen und Ihren Unternehmenszielen
Strategien (4 h)
Was ist eine Strategie und wie kann eine Strategie gefunden werden (mit Beispielen) ?
Projekte (6 h)
Wie definiere ich Projekte? Was ist Projekt- bzw. Programm-Management? Die „menschliche Komponente“ in Projekten.
Methodenüberblick (4 h)
Balanced Score Card, Prozessanalyse, Strukturierte Analyse, Szenariomanagement, Vorlagen
aktuelle Trends (2 h)
im Digitaldruck und Transaktionsdruck und auch bei Onlinemarketing Mobile und Social Media

Methode

Vortrag, Diskussion, Fallbeispiele.

Trainer

Sie werden durch sehr erfahrene Strategieentwickler geschult. Die Trainer bringen ihre persönlichen Erfahrungen aus aktuellen Strategieentwicklungsprojekten in das Seminar ein.

Hinweis

Bitte bringen Sie aktuelle Aufgabenstellungen aus Ihrer betrieblichen Praxis mit.

Umfang

3-6 Teilnehmer, Dauer 2,5 Tage (5 Nachmittage) oder

Einzelschulung mit individueller Terminvereinbarung

Anfragen

beantworten wir gerne unter kontakt@solventar.de